Wissenswertes über Zahnbehandlungen

Aphthen im Mundraum

Aphthen sind kleine Geschwüre, die vor allem im Mundraum auftreten und sich häufig schmerzhaft bemerkbar machen. Aphthen können sowohl einzeln oder gehäuft, einmalig oder immer wieder auftreten.

Im folgenden Text erläutert das Team der Completdent Zahnklinik, welche Arten von Aphthen es gibt, welche davon ansteckend sind, welche Ursachen die Medizin bislang kennt und mit welchen Verfahren die unangenehmen Geschwüre behandelt werden.

Was sind Aphthen?



Aphthen sind zumeist als kleine helle Punkte auf der Schleimhaut im Mundraum oder im Genitalbereich erkennbar. Dabei handelt es sich um:

  • kleine, meist rundliche Geschwüre, also eine Schädigung der Schleimhaut
  • bedeckt mit einer weißlich-gelblichen Fibrinschicht – eine Proteinschicht aus dem „Klebstoff“ des Blutes, der bspw. bei Verletzungen der Blutgefäße die Wunde verschließt
  • auf der geröteten Schleimhaut - der Rand der Aphthe ist oft entzündlich gerötet
  • oft schmerzhaft – je nach Position der Aphthe

Neben der Frage, was Aphthen eigentlich sind, sorgen sich die Betroffenen natürlich sofort, ob Aphthen ansteckend sind:

  • Eine einzelne Aphthe bei Erwachsenen ist im Normalfall nicht ansteckend. Sie dürfen also unbesorgt Ihre Liebsten küssen oder auch einmal Kaffeetasse und Kuchengabel teilen.
  • Mehrere gleichzeitig auftretende Aphthen können Symptom einer ansteckenden Herpes-Infektion sein!


Wo können Aphthen auftreten?



Aphthen befallen die Schleimhäute unseres Körpers. Sie finden sich:

  • hauptsächlich im Mund- und Rachenraum – in diesem Fall spricht man von oralen Aphthen.
  • seltener im Genitalbereich.

Orale Aphthen



Orale Aphthen können alle Bereiche der Mundschleimhaut befallen. Im Mund- und Rachenraum unterscheidet man:

  • Aphthen am Zahnfleisch
  • Aphthen an der Innenseite der Lippen
  • Aphthen an der Mundschleimhaut der Wangen
  • Aphthen an der Zunge
  • Aphthen an den Mandeln (Tonsillen)


Wie häufig treten Aphthen auf?



Aphthen sind prinzipiell eine unangenehme Sache. Noch unangenehmer ist, dass es sich bei den kleinen Geschwüren häufig um immer wiederkehrende Aphthen handelt. Der Mediziner unterscheidet:

  • rezidivierende Aphthen (auch: wiederkehrende Aphthen, habituelle Aphthen, chronisch rezidivierende), die nach dem ersten Auftreten und Abheilen nach einer gewissen Pause wieder und oft mehrmals jährlich aufflammen.
  • solitäre Aphthen (auch: einzelne Aphthen), die nur einmalig auftreten und nach dem Abheilen nicht wiederkehren.


Welche Typen von Aphthen gibt es?



Aphthen werden sowohl nach der Größe wie auch der Anzahl unterschieden. Neben echten Aphthen gibt es auch sog. unechte Aphthen, die sich mit ganz ähnlichen Symptomen bemerkbar machen.

Minor-Aphthen



Von Minor-Aphthen bzw. Aphthen der Minor-Form spricht man, wenn das Geschwür einen Durchmesser von weniger als einem Zentimeter hat. Am
häufigsten sind sie 2-5 Millimeter groß.

Major-Aphthen



Aphthen der Major-Form sind größere Geschwüre mit einem Durchmesser von 1-3 Zentimetern.

Herpetiforme Aphthen



Von herpetiformen Aphthen spricht man, wenn eine Vielzahl kleiner Aphthen im Mund auftritt. Oft zählt man bis zu 100 Aphthen von 1-2 mm Größe, die auch zu einem großen Geschwür verschmelzen können.

Vorsicht: Herpetiforme Aphthen können leicht mit einer Herpes-Infektion verwechselt werden, hier ist ein Gang zum Arzt also unbedingt angezeigt!

Bednar-Aphthen



Als Bednar-Aphthen bezeichnet man kleine Geschwüre, die während der erste Lebensmonate bei Babys auftreten. Hierbei handelt es um unechte Aphthen. Bednar-Aphthen bei Babys werden durch winzige Verletzungen der Mundschleimhaut – zumeist am harten Gaumen – ausgelöst und heilen von selbst wieder ab.

Was ist die Ursache für Aphthen?



Bei Aphthen handelt es sich um eine relativ häufige und auf den ersten Blick recht einfache Erkrankung. Umso stärker verwundert es, dass die Ursache von Aphthen bislang nicht eindeutig geklärt ist.

Es gibt jedoch mehrere Faktoren, die mit der Entstehung von Aphthen in Zusammenhang stehen:

  • Vitamin- und Mineralstoffmangel, insb. Mangel an Eisen, Zink, Folsäure und/oder Vitamin B12
  • Unverträglichkeiten bzw. Empfindlichkeit gegen bestimmte Nahrungsmittel: histaminhaltige Nahrungsmittel, insb. Wal- und Haselnüsse, Tomaten, lang gereifte Käse, Gärprodukte, insb. alkoholische Getränke und Sauerkraut, Räucherwaren wie Salami, Schinken, Räucherfisch, histaminarme, aber die Freisetzung von Histamin begünstigende Lebensmittel, wie Zitrusfrüchte, Erdbeeren und Hülsenfrüchte, scharf gewürzte Speisen, Kaffee,
    Gluten bei Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)
  • Genetische Faktoren: Bei 30-40 Prozent der Patienten leiden auch Familienmitglieder häufiger unter Aphthen.
  • Psychische Belastungen: Stress schwächt das Immunsystem.
  • kleine mechanische Verletzungen im Mund infolge scharfkantiger Lebensmittel, harter Zahnbürsten, Zahnfehlstellungen oder schlecht sitzendem Zahnersatz.
  • Schwankungen des Hormonhaushalts: Die natürlichen Hormonschwankungen infolge von Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Menopause wurden früher vielfach als mögliche Ursachen für Aphthen diskutiert, sind heute jedoch weitgehend auszuschließen.
  • Mundtrockenheit infolge von Mundatmung, systemischen Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme
  • Systemische Erkrankungen: Aphthen entstehen auch als Sekundärsymptom von chronischen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Morbus Behçet), HIV-Infektionen, Krebserkrankungen im Mundraum, akuter Gingivitis/Parodontitis, Hefepilz-Infektion des Mundraumes sowie Infektion mit Herpes-Viren (Achtung: ansteckend! Gerade bei Kleinkindern sind mehrere Aphthen häufig ein Symptom der Mundfäule =Gingivostomatitis herpetica, Erstinfektion mit dem Herpes simplex Virus).
  • Nebenwirkung von Medikamenten: NSAR, Zytostatika, Barbiturate, Iodide und Nicorandil können Aphthen auslösen. Dasselbe gilt für Natriumlaurylsulfat, welches oft in Zahnpasten enthalten ist.


Welche Symptome können bei Aphthen auftreten?



Die Aphthen selbst sind als rundliche, weißliche Punkte auf der geröteten Mundschleimhaut zu erkennen und äußern sich zumeist durch Schmerzen, oft auch durch Brennen und Kribbeln.

Wenn die Aphthen als Sekundärsymptom einer anderen Krankheit entstehen, können weitere Krankheitsanzeichen hinzukommen, insb. körperliche Schwäche und allgemeines Unwohlsein.

Wenn Aphthen bei Kindern auftreten, handelt es sich bei Säuglingen oft um die harmlosen Bednar-Aphthen. Bei Kleinkindern dagegen können Aphthen auf die ansteckende Mundfäule hindeuten. Hier zeigen sich parallel zu den Aphthen oft Fieber, geschwollene Lymphknoten und Appetitlosigkeit wegen der Schmerzen im Mund.

Wie kann man Aphthen heilen?



In der Regel heilen Aphthen von selbst ab. Wie lange die Heilung dauert, hängt von der Größe der Aphthen ab – wirklich beschleunigen lässt sich der Heilungsprozess leider nicht. Eine ärztliche Therapie bei Aphthen kann jedoch die unangenehmen Symptome lindern.

Unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten Sie, wenn Aphthen:

  • nicht einzeln, sondern gleich zu mehreren auftreten: hier könnte es sich um Symptome einer ansteckenden Herpesinfektion handeln!
  • starke Schmerzen bereiten und das Essen und/oder Sprechen beeinträchtigen.
  • mit weiteren Krankheitsanzeichen – Schwäche, Fieber, Unwohlsein – einhergehen.

Aphthen medikamentös heilen – mit Salbe, Gel oder Hyaluronsäure



Medikamente gegen Aphthen dienen vor allem der symptomatischen Behandlung, d. h. sie zielen darauf ab, die unangenehmen Symptome zu lindern. Gut eignen sich:

  • Salben oder Gele gegen Aphthen, die Kortison oder Licocain enthalten: Dadurch wird der Wundbereich leicht betäubt und die Schmerzen lassen nach.
  • Gele gegen Aphthen mit Hyaluronsäure, die sich wie ein Pflaster über die gereizte Mundschleimhaut legen. Das Hyaluron-Gel wird dabei häufig mit Zusatzwirkstoffen wie Diclofenac versetzt.

Einige Studien weisen darauf hin, dass antiseptische Mundspülungen mit Triclosan oder Chlortetracyclin das Auftreten rezidivierender Aphthen vermindern können.

Aphthen mit Ozontherapie behandeln



Das Completdent-Team hat bei der Behandlung von Aphthen sehr gute Erfahrungen mit der Ozontherapie gemacht. Ozon wirkt desinfizierend, es tötet Bakterien, Viren und Pilze.

Die in der Zahnmedizin verwendeten Geräte erzeugen Ozon mittels Plasma-Lampen, die winzige Blitze aussenden und somit aus dem natürlichen Sauerstoff der Luft - O2 - geringe Mengen Ozon - O3 - bilden. Diese winzige Dosis genügt, um bis zu 6 Millimeter tief in die Mundschleimhaut einzudringen.

Die Ozonbehandlung bei Aphthen ist vollkommen schmerzfrei und gewebeschonend, zudem sind keinerlei Allergien oder Nebenwirkungen der dabei verwendeten geringen Ozon-Mengen bekannt.

Aphthen mit Hausmitteln heilen



Bewährte Hausmittel gegen Aphthen sind Heilpflanzen-Tinkturen mit Salbei, Kamille, Myrrhe, Nelke oder Rhabarberwurzel. Sie lindern die Beschwerden und können das Abheilen der Entzündung unterstützen.

Das Aufstechen von Aphthen ist gefährlich, da dies die Mundschleimhaut beschädigt und die Entzündung verschlimmern kann.

Wie lange dauert die Heilung von Aphthen?



Kleine Minor-Aphthen heilen in der Regeln nach 1-2 Wochen aus. Größere Major-Aphthen können über mehrere Wochen und sogar Monate bestehen bleiben; sie hinterlassen beim Abheilen oft Narben.

Aphthen
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Aphthen
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Letzte Änderung: 12. Dezember 2018
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