Wissenswertes über Zahnbehandlungen

Zahnbetterkrankungen: Wie kann man ihnen vorbeugen?

Das Zahnbett bzw. der Zahnhalteapparat verleiht unseren Zähnen stabilen Halt im Kiefer. Wenn es in diesem sensiblen Bereich zu Erkrankungen kommt, die nicht rechtzeitig behandelt werden, können sich die Zähne lockern und sogar ausfallen. Daher ist die Prophylaxe hier besonders wichtig!

Im folgenden Text erläutert das Ärzteteam der Completdent Zahnklinik, welche Zahnbetterkrankungen es gibt und wie sie sich äußern, welche Ursachen sie haben und mit welchen Prophylaxemaßnahmen man ihnen am besten vorbeugen kann.

Was sind Zahnbetterkrankungen und welche gibt es?



Das Zahnbett bzw. der Zahnhalteapparat besteht aus:

  • dem knöchernen Zahnfach (Alveole), in dem die Zahnwurzel steckt
  • der Wurzelhaut bzw. den Sharpey’schen Fasern, die eine elastische Verbindung zwischen Kieferknochen und Zahnwurzel schaffen
  • dem Zahnfleisch, das den Zahnhals umschließt

Die häufigste Erkrankung des Zahnbetts ist die Parodontitis, also eine Entzündung, die mit der Bildung von Zahnfleischtaschen, Zahnfleischschwund und, im fortgeschrittenen Stadium, Knochenschwund einhergeht.

Parodontopathie: Erkrankungen des Zahnhalteapparates



Der lateinische Fachausdruck “Parodontopathie” ist ein Oberbegriff für
parodontale Erkrankungen. Man unterscheidet entzündliche und nicht-entzündliche Erkrankungen des Zahnbetts. Am häufigsten sind:

  • Gingivarezession – entzündungsfreier Zahnfleischrückgang
  • Gingivitis – Entzündung des Zahnfleischsaumes
  • gingivale Pilzerkrankungen
  • Parodontitis – Entzündung des Zahnbetts, mit chronischem oder aggressivem Krankheitsverlauf
  • Nekrotisierende ulzerierende Gingivitis bzw. Parodontitis – Entzündung mit Geschwürbildung und fortschreitendem Absterben des Gewebes
  • parodontale Abszesse – Entstehung abgekapselter Eiterblasen im Gewebe
  • verletzungsbedingte parodontale Erkrankungen infolge von Unfällen oder zahnärztlichen Behandlungen
  • parodontale Erkrankungen als Manifestation systemischer Erkrankungen


Wie sind die Symptome für Zahnbetterkrankungen?


Die Symptome von Zahnbetterkrankungen können, je nach individueller Diagnose, leicht unterschiedlich sein, weisen jedoch zahlreiche typische Gemeinsamkeiten auf:

  • Zahnfleischbluten
  • Zahnfleisch ist entzündlich gerötet oder geschwollen
  • Zahnfleisch ist berührungsempfindlich oder schmerzt
  • zurückgehendes Zahnfleisch
  • Zahnfleisch löst sich vom Zahn
  • ständige Probleme mit dem Geschmack
  • Mundgeruch
  • Zahn lockert sich und wackelt


Was sind die Ursachen für Zahnbetterkrankungen?



Entstehung von Zahnbetterkrankungen durch Bakterien



Entzündliche Zahnbetterkrankungen werden durch Bakterien ausgelöst, die infolge ihrer Stoffwechselprozesse Giftstoffe absondern. Dies animiert die körpereigene Immunabwehr zur Einleitung einer Entzündungsreaktion.

Mangelnde Mund- und Zahnhygiene als Ursache von Zahnbetterkrankungen



Schädliche Bakterien im Mundraum können sich ungehindert vermehren, wenn die Zahnbeläge (Plaque), die sich auf den Zahnoberflächen ablagern, nicht durch regelmäßiges Zähneputzen entfernt werden.

Die Zahnbeläge selbst bestehen aus Essensresten und abgestorbenen Schleimhautzellen, die den Bakterien Nahrung bieten. Zudem können sie mit der Zeit zu Zahnstein aushärten, dessen raue Oberfläche wiederum die Anlagerung weicher Zahnbeläge begünstigt.

Was sind die Risikofaktoren für eine Zahnbetterkrankung?



Ein erhöhtes Risiko für Zahnbetterkrankungen entsteht durch:

  • Rauchen
  • Stress
  • Übergewicht
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • HIV-Infektion
  • genetische Veranlagung


Welche Folgeerkrankungen können durch eine Zahnbetterkrankung auftreten?



Eine fortgeschrittene Parodontitis kann das Knochengewebe angreifen und zu Knochenabbau im Kiefer führen. Dies gefährdet die Stabilität des Zahnes und kann bis zum Zahnverlust führen.

Zudem können bei entzündlichen Zahnbetterkrankungen gefährliche Bakterien in den Blutkreislauf gelangen und sich im gesamten Körper ausbreiten. Dies erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme, Atemwegserkrankungen, rheumatische Gelenkerkrankungen sowie Stoffwechselstörungen, insb. Diabetes mellitus.

Wie beuge ich Zahnbetterkrankungen vor?



Da die Mehrheit der Zahnbetterkrankungen durch Bakterien im Zahnbelag verursacht wird, ist die sorgfältige Mundhygiene die beste Vorbeugung gegen Parodontose & Co.

Regelmäßiges und korrektes Zähneputzen



Zähneputzen sollten Sie zweimal täglich – jeweils morgens und abends zwei Minuten. Nach dem abendlichen Putzen sind jegliche Snacks oder Getränke (außer Wasser oder ungesüßtem Tee) tabu, um den Zähnen über Nacht genug Zeit zur Regeneration zu geben.

Wichtig ist auch das richtige Instrumentarium:

  • Zahnbürste mit weichen oder mittelharten Borsten, einem kleinen, auch im hinteren Kieferbereich gut manövrierfähigen Bürstenkopf und ergonomischem Griff
  • regelmäßiger Bürstenwechsel alle 3-4 Monate um eine übermäßige Keimbelastung und ein Ausfransen der Borsten zu verhindern
  • korrekte Zahnputztechnik, angepasst an den verwendeten Bürstentyp: Handzahnbürste, Rotationszahnbürste oder Schallzahnbürste
  • fluoridhaltige Zahnpasta: Fluorid unterstützt die Remineralisierung des Zahnschmelzes und stärkt diesen somit gegen Karies.


Verwendung von Zahnseide und Interdentalbürsten



Auch bei korrekter Zahnputztechnik erreicht die Zahnbürste nur die Kauflächen sowie die Innen- und Außenflächen der Zähne, in die Zahnzwischenräume dagegen gelangt sie nicht. Gerade hier können sich jedoch Zahnbeläge sammeln, die einen gefährlichen Bakterienherd bilden.

Die Reinigung der Zahnzwischenräume bzw. der Seitenflächen der Zähne erfordert daher spezielle “Lückenputzer”:

  • Zahnseide – der dünne Kunststofffaden gleitet auch in schmale Zwischenräume, er ist in gewachster oder ungewachster Ausführung, mit Minzaromen oder Plastikgriff erhältlich
  • Interdentalbürsten – die schmalen, länglichen Bürstchen eignen sich für größere Zwischenräume und sind in diversen Griff- und Bürstenformen erhältlich

Vor allem bei der Zahnseide ist auf die richtige Handhabung zu achten, um das Zahnfleisch nicht zu verletzen: Der Faden wird möglichst vorsichtig mit sägenden Bewegungen an der Seitenfläche eines Zahnes abwärts geführt, dann an der des Nachbarzahnes.

Zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen



Eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) ist eine wichtige Prophylaxemaßnahme. Sie ergänzt die tägliche Mundhygiene durch einen “Intensivputz”, der Zahnbeläge und Zahnstein restlos entfernt – gründlicher als beim normalen Zähneputzen und auch dort, wo Sie selbst nur schlecht hinlangen.

Um eine intensive Reinigung ohne Verletzung von Zähnen und Zahnfleisch zu gewährleisten, darf die PZR nur von speziell ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden, also von Zahnärzten, Dentalhygienikern, Prophylaxe-Assistenten oder zahnmedizinischen Fachassistenten.

Bei der PZR kommen folgende Gerätschaften und Putzmittel zum Einsatz:

  • Handgeräte, insb. Küretten und Scaler
  • Ultraschallgeräte
  • Pulverstrahlgeräte
  • Polierbürsten & -bänder
  • Polierpasten
  • Fluoridlack

Für die meisten Menschen empfiehlt es sich, alle 6 Monate eine Professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Bei erhöhtem Karies- und Entzündungsrisiko wird Ihr Zahnarzt ggf. auch kürzere Intervalle empfehlen.

Regelmäßig beim Zahnarzt Vorsorgeuntersuchungen durchführen lassen



Die Kontroll- bzw. Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt dienen dazu, jegliche Probleme an Zähnen und Zahnfleisch frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln. Gerade bei Zahnbetterkrankungen ist die frühzeitige Diagnose wichtig!

Sowohl Kinder als auch Erwachsene sollten alle 6 Monate zum Zahnarzt gehen. Die Kontrolluntersuchungen sind für den Patienten kostenlos und werden von der Krankenkasse bezahlt.

Häufig gestellte Fragen zu Zahnbetterkrankungen?



Kann man Zahnfleischschwund stoppen?



Zahnfleischschwund, der durch eine Gingivitis bzw. Parodontitis ausgelöst wird, kann durch eine fachgerechte Behandlung gestoppt werden: Ziel ist es, die Entzündung zu stoppen und damit auch die damit verbundene Zahnfleischrezession aufzuhalten.

Kann sich zurückgehendes Zahnfleisch regenerieren?



Ein leichter Rückgang des Zahnfleisches infolge einer Gingivitis ist in der Regel reversibel, wenn die Entzündung im Anfangsstadium ausgeheilt wird.

Umfangreicherer Zahnfleischschwund infolge einer Parodontitis dagegen ist irreversibel: Hier kann nur eine Weichgewebetransplantion bzw. Zahnfleischplastik Abhilfe schaffen.

Sollte ich bei Zahnfleischschwund eine bestimmte Zahnpasta benutzen?



Bei Zahnfleischschwund und Zahnbetterkrankungen empfiehlt der Zahnarzt zumeist eine medizinische Zahnpasta mit antibakteriellen Wirkstoffen, insb. Chlorhexidin und Triclosan. Unterstützend können auch Zahnpasten bzw. Mundspülungen mit Heilpflanzenextrakten eingesetzt werden – das Completdent-Team berät Sie zu diesen und anderen Fragen gern persönlich!

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Letzte Änderung: 10. Oktober 2018
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